Ehrenpreis

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U17-Fussball-Nationalteam. Die Schweizer U17-Fussball-Auswahl hat sich mit dem Weltmeister-Titel in der 114-jährigen SFV-Geschichte an vorderster Stelle verewigt. Der Coup beim WM-Turnier in Nigeria ist fantastisch und beispiellos.


Als Haris Seferovic in der 63. Minute mit einem perfekten Kopfball das siegbringende 1:0 markierte, stoppte er den kaum erträglichen Lärm der Vuvuzelas schlagartig. Die wilden 65‘000 Fans der "Golden Eaglets" verstummten. Die beste Schweizer Junioren-Equipe aller Zeiten, mit Inputs aus zwölf verschiedenen Nationen, jubelte und tanzte.

Und nach dem Schlusspfiff hielt es kaum jemand im und ausserhalb des Stadions von Abuja für möglich: Die Mini-Fussball-Nation Schweiz hatte soeben das namhafteste Junioren-Turnier in der weltweit wichtigsten Sportart gewonnen. Dem bescheidenen Erfolgs-Trainer Dany Ryser war beizupflichten, als er in der Stunde des Triumphs sagte: "Dieser Erfolg ist kaum hoch genug einzuschätzen."

Top-Teams wie Brasilien (1:0), Deutschland (4:3), Italien (2:1) und im Halbfinal Kolumbien (4:0) schalteten Rysers "Riesen" der Reihe nach aus. Verlustpunktlos stürmten sie ins epochale Endspiel. Eine bessere Bilanz hatte keiner der 24 Teilnehmer vorzuweisen. Erinnerungen an das Turnier von 1997 kamen auf. Damals verzauberte Ronaldinho mit der "Seleção junior" das Publikum; sein weiterer Weg ist bekannt.

Die "Swiss Boys" stiegen innerhalb von vier Wochen dank fantastischen Leistungen kometenhaft auf. Seferovic, Ben Khalifa, Kamber, Siegrist und Co. entwickelten sich zu Sympathieträgern einer neuen, extrem starken SFV-Generation. Und die Fussball-Wunderknaben lösten in der fernen Heimat einen kaum fassbaren Boom aus. 1,3 Millionen Zuschauer verfolgten die Live-Übertragung des Finals. Ein ganzes Land stand im Bann von 17-jährigen Hoffnungsträgern, mit denen eher früher als später auf oberster Stufe zu rechnen ist.