Wahlresultate Behindertensportler
1. Heinz Frei, Handbike
2. Jean-Marc Berset, Handbike
3. Chantal Cavin, Schwimmen
Behindertensportler
Den ergreifendsten Moment des Jahres erlebte der charismatische Hochleistungssportler aus Etziken am 28. August im ausverkauften Letzigrund. Der 14-malige Goldmedaillengewinner an Paralympics gab anlässlich des Rollstuhlrennens am Meeting "Weltklasse Zürich" den Rücktritt vom Bahnrennsport - nach 29 intensiven Jahren. Das eine oder andere Rennen auf der Strasse wolle er noch bestreiten, sagte der 51-Jährige, doch auf der Bahn sei für ihn nun definitiv Schluss.
Patrick Magyar, Direktor von "Weltklasse Zürich", bezeichnete Heinz Frei als "einen der populärsten Sportler der Schweiz. Auf Grund seiner Persönlichkeit, seiner Ausstrahlung und seines grossen Engagements im Schweizer Sport hat er eine spezielle Verabschiedung verdient." Die Zürcher Organisatoren wollten Frei schon am Meeting 2008 mit einem Abschiedsrennen und einem verdienten Fernseh-Auftritt vor dem Millionenpublikum ehren, doch wegen der Terminkollision mit den Paralympics war dies nicht möglich.
Im Spätherbst seiner Karriere trumpfte Heinz Frei gross auf. Acht seiner zehn Auszeichnungen zum besten Behindertensportler der Schweiz erlebte er zwischen 1987 und 1999, in den letzten beiden Jahren hat er es nach der jahrelangen Dominanz der Luzernerin Edith Hunkeler nochmals ganz an die Spitze geschafft. Der Sieg im Strassenrennen trug Frei den 15. WM-Titel ein. Wohl noch beeindruckender ist die Zahl von über hundert Siegen an Städtemarathons. Zudem hält Frei trotz des fortgeschrittenen Alters noch immer die Weltrekorde über 10'000 Meter, im Halbmarathon und im Marathon.
Unvergesslich werden die Auftritte an den Paralympics 2008 in Peking bleiben. Dort brachte er es mit den Goldmedaillen Nummer 13 und 14 zustande, in der Geschichte des bedeutendsten Behindertensport-Anlassen in drei verschiedenen Sportarten zu triumphieren: in leichtathletischen Disziplinen, im Langlaufschlitten und mit dem Handbike.








