Wahlresultate Sportler

 

1. Didier Cuche, Ski alpin
2. Roger Federer, Tennis
3. Dario Cologna, Ski nordisch, Langlauf
4. Fabian Cancellara, Radsport, Strasse
5. Carlo Janka, Ski alpin
6. Diego Benaglio, Fussball
7. Mark Streit, Eishockey
8. Nino Schurter, Radsport, MTB
9. Daniel Hubmann, Orientierungslauf
10. Didier Défago, Ski alpin
 

Foto: Keystone
Didier Cuche. Auf den ganz grossen Coup musste Didier Cuche lange warten, länger als jeder andere vor ihm. Doch im Februar 2009 krönte der Neuenburger in Val d'Isère seine Karriere: Mit 34 1/2 Jahren wurde er ältester alpiner Ski-Weltmeister überhaupt.


Es war definitv sein Tag. Mit knapp einer Sekunde Vorsprung holte Cuche Gold im Super-G, jener Disziplin, in der er elf lange Jahre zuvor schon einmal reüssiert hatte. 1998 an den Olympischen Spielen in Nagano, an seinem allerersten Grossanlass, gewann er in derselben Sparte Silber.

Zwischen Nagano und Val d'Isère lagen aber nicht nur elf Jahre der Glückseligkeit. Cuche war zwar zumeist ein verlässlicher Wert, aber oft trennten ihn vom grossen Erfolg ein paar Hundertstel. Aber er gab immer sein Bestes beim Versuch, das schlingernde Swiss-Ski-Schiff nicht untergehen zu lassen. Deshalb hat er die Häme, mit der die Schweizer Skifahrer in den weniger erfolgreichen Zeiten eingedeckt wurden, noch heute nicht vergessen.

Doch inzwischen lässt sich der Romand nicht mehr unterkriegen. Cuche ist zu einer absoluten Persönlichkeit gereift, er lässt sich nicht mehr irritieren von Kritik. Im Weltcup weist er zwar noch immer rund fünfmal mehr Podestplätze als Siege auf, womit er weiterhin nicht das eingefahren hat, was ihm aufgrund seiner Klasse eigentlich zustünde.

Dank seinem WM-Titel von Val d'Isère zählt Cuche nun definitiv zu den Grossen seiner Zunft. Und das Gold im Super-G war ja im letzten Winter nicht sein einziger Erfolg. In der WM-Abfahrt liess er Silber folgen, und auch im Weltcup liess er sich feiern.

Die kleine Kristallkugel für den Disziplinen-Weltcup in der Abfahrt, die er in den beiden Saisons davor gewonnen hatte, konnte Cuche zwar nicht verteidigen, dafür hielt er sich im Riesenslalom schadlos. Cuche gewann die Wertung, als erster Schweizer seit Michael von Grünigen, womit er unterstrich, welch kompletter Skirennfahrer er mittlerweile geworden ist.

2010 in Vancouver wird seine vielleicht letzte Saison sein, entschieden hat er sich noch nicht. Der Entschluss hängt auch von seiner Gesundheit ab, der Rücken macht ihm inzwischen etwas zu schaffen. Zu wünschen wäre jedoch, Cuche würde die Altersrekorde noch weiter ausbauen.